Damaskus-Messe beleuchtet Chancen und Herausforderungen für Freelancer

Anlässlich des achten Tages der 63. Internationalen Messe Damaskus fand eine Fachveranstaltung zum Thema „Die Realität der freiberuflichen Arbeit im Schatten der digitalen Transformation und Wirtschaft“ statt. Experten der Ministerien für Kultur sowie Wirtschaft und Industrie analysierten dabei die aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten für Fachkräfte in digitalen Berufsfeldern.
Im Mittelpunkt der Diskussion im Konferenzzentrum der Messe stand die Frage, wie der digitale Wandel das Konzept der freiberuflichen Arbeit neu definiert. Iman Schabib, Projektleiterin für digitale Kunst beim Kulturministerium, betonte den besonderen Fokus des Ministeriums auf Tätigkeiten wie Grafikdesign, Videoschnitt und digitales Zeichnen. Ziel sei es, diese Arbeiten von der individuellen Ebene in nachhaltige Geschäftsprojekte und Start-ups zu überführen. Das Ministerium plane hierfür die Einführung eines Projekts mit begleitenden Workshops in den Gouvernements Damaskus, Homs und Aleppo.
Safwan Auf, Direktor für digitale Transformation und digitale Wirtschaft beim Wirtschaftsministerium, hob die Bedeutung einer Anpassung an die vierte industrielle Revolution hervor. Er erläuterte die grundlegenden Unterschiede zwischen digitaler Transformation und digitaler Wirtschaft. Sein Ministerium arbeite am Aufbau eines integrierten Systems, das Finanztechnologie, E-Commerce und Geschäftsautomatisierung umfasse. Die digitale Transformation sei eine tragende Säule, um syrische Produkte zu unterstützen und durch E-Marketing-Plattformen den Zugang zu globalen Märkten zu erleichtern.
Obada Tayara, Leiter der Direktion für Technologie und digitale Transformation im Kulturministerium, verwies zudem auf die technischen und regulatorischen Hürden, vor denen Freiberufler stünden, insbesondere im Bereich der elektronischen Zahlungsabwicklung. Er kündigte eine Sensibilisierungskampagne mit dem Titel „Für eine sichere digitale Kultur“ an, die Fachkräfte und die Gesellschaft über Datenschutz, Cybersicherheit und den Schutz vor Cyberangriffen aufklären soll, um ein sicheres digitales Arbeitsumfeld zu gewährleisten.
Die Internationale Messe Damaskus läuft noch bis zum 4. September. Mit etwa 1.000 Ausstellern aus 60 Ländern dient die Veranstaltung als Plattform für den Austausch von Fachwissen und die Förderung der digitalen Transformation in verschiedenen syrischen Wirtschaftszweigen.
