Energieministerium kündigt Schließung von Erdöl-Fachoberschulen ab 2026 an

Energieminister Mohammad al-Baschir hat offiziell die Schließung der berufsbildenden Erdöl-Oberschulen in den Gouvernements Homs, Baniyas, Deir ez-Zor und Rmelan angeordnet. Zudem sind die geologische Fachoberschule sowie die Fachoberschule für Bergbau und Metallurgie von der Entscheidung betroffen, die ab dem Schuljahr 2026/2027 in Kraft tritt.
Dem Beschluss zufolge werden das Lehr- und Verwaltungspersonal sowie das Sachvermögen dieser Einrichtungen in die dem Ministerium unterstellten Erdöl-Institute überführt. Das Ministerium betonte, in enger Abstimmung mit dem Bildungsministerium an Lösungen zu arbeiten, um die schulische Laufbahn der aktuell eingeschriebenen Schüler sicherzustellen.
Mohammad Ishaq, Direktor der Abteilung für berufliche Bildung und Ausbildung im Energieministerium, begründete den Schritt mit den rasanten Entwicklungen in den Bereichen Öl, Gas, Geologie und Bergbau in Syrien. Die neuen technischen Anforderungen und die Dynamik des Arbeitsmarktes könnten von den traditionellen Fachoberschulen nicht mehr adäquat abgedeckt werden, was zu einer Lücke bei den benötigten Fachkenntnissen geführt habe.
Das Ministerium verfolge das Ziel, diese Schulen durch qualitativ hochwertigere Alternativen zu ersetzen. Dazu sollen die technischen Erdöl-Institute gestärkt, deren Infrastruktur modernisiert und neue, an moderne Technologien angepasste Fachrichtungen eingeführt werden. Damit soll die Ausbildung besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes abgestimmt und an internationale Standards angeglichen werden.
Zudem gab Ishaq Pläne für die Eröffnung einer „Energie-Akademie“ bekannt. Der Hauptsitz ist in Homs geplant, ergänzt durch vier Außenstellen in Rmelan, Deir ez-Zor, Baniyas und Haritan, um die spezialisierte Berufsausbildung zu fördern.
Bezüglich der derzeitigen Schüler gab Ishaq an, dass in Kooperation mit dem Bildungsministerium die Anzahl der betroffenen Schüler über alle drei Klassenstufen hinweg erfasst wurde. Den Schülern werde die Möglichkeit gegeben, drei Wunschoptionen anzugeben, um entweder einen Platz im gleichen Fachbereich an einer anderen Einrichtung zu erhalten oder in andere allgemeine Oberschulzweige zu wechseln. Dies solle den ungestörten Bildungsweg garantieren.
Bereits am 16. August hatte die Direktion für berufliche Bildung und Ausbildung im Energieministerium die Prüfungsergebnisse der Erdöl- und Bergbau-Oberschulen im Rahmen der regulären Abschlussverfahren des vergangenen Schuljahres bekannt gegeben.
