Syrien und IAEA unterzeichnen Rahmenabkommen für den Länder-Rahmenplan

Die syrische Atomenergiebehörde und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) haben das Rahmenabkommen für den sogenannten „Country Programme Framework“ (CPF) für den Zeitraum zwischen 2026 und 2031 unterzeichnet. Die Unterzeichnungszeremonie fand am Sitz der Organisation in der österreichischen Hauptstadt Wien statt. Dabei wurde die syrische Seite durch Dr. Mudar al-Okla, den Leiter der Atomenergiebehörde, vertreten, während Hua Liu, der stellvertretende Generaldirektor und Leiter der Abteilung für technische Zusammenarbeit, die IAEA repräsentierte.
Dieses Abkommen dient als grundlegender Referenzrahmen für die mittelfristige Planung der technischen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Syrien und der IAEA. Ziel der Vereinbarung ist es, nationale Prioritätsbereiche festzulegen, auf die Ressourcen für technische Kooperationen sowie Prozesse zum Transfer nuklearer Technologien gelenkt werden sollen. Dies dient der Unterstützung nationaler Entwicklungsziele und setzt die seit dem Beitritt Syriens zur Organisation als Mitgliedsstaat im Jahr 1963 bestehende Partnerschaft fort.
Das Abkommen deckt für die kommenden sechs Jahre sieben zentrale Bereiche ab: nukleare und radiologische Sicherheit, Gesundheit und Ernährung, Lebensmittel und Landwirtschaft, Energieplanung, nukleares Wissensmanagement, industrielle Anwendungen sowie die Sektoren Wasser und Umwelt. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen der syrischen Bemühungen, die friedliche Nutzung nuklearer und radiologischer Technologien zu fördern und diese wirksam zur Unterstützung der Dienstleistungs-, Entwicklungs- und Forschungsbereiche im Land einzusetzen.
Es sei darauf hingewiesen, dass Syrien, vertreten durch die Atomenergiebehörde, derzeit gemeinsam mit Delegationen aus 182 Ländern an der 70. Generalkonferenz der IAEA in Wien teilnimmt, die am Montag begann und bis zum 18. September läuft.
