Fakultät für Scharia in Hama nach Renovierung wiedereröffnet

Der Gouverneur von Hama, Abdul Rahman al-Sahyan, hat am Sonntag das Gebäude der Fakultät für Scharia im Stadtviertel al-Murabit offiziell eingeweiht. Die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten wurden durch eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung, der Stiftung für Moscheenpflege und religiöse Institutionen sowie mit Unterstützung der lokalen Gemeinschaft im Rahmen der Kampagne „Fida li-Hama“ (Ein Opfer für Hama) durchgeführt.
Hazem al-Obaisi, Generalsekretär des Gouvernements Hama und Exekutivdirektor der Kampagne, erklärte, dass das Projekt die Umsetzung eines Dekrets zur Gründung der Scharia-Fakultät an der Universität Hama darstelle. Es sei die erste akademische Einrichtung dieser Art im Gouvernement, die sich auf religiöse Wissenschaften spezialisiere. Die Fakultät umfasst Unterrichtsräume, Hörsäle, einen Gebetsraum sowie eine spezialisierte Bibliothek, die in dieser Form als erste im Gouvernement gilt. Zudem wird derzeit an einem weiteren Hörsaal gearbeitet, um den bildungstechnischen Anforderungen gerecht zu werden.
Der Direktor für Stiftungen (Awqaf) in Hama, Muaz Rihan, betonte, dass dieser Schritt eine lang erwartete Forderung der Bevölkerung erfülle. Den Studierenden werde dadurch der beschwerliche und kostspielige Reiseaufwand in andere Gouvernements zum Studium der Scharia-Wissenschaften erspart.
Amjad al-Schibli, Leiter der Stiftung für Moscheenpflege und religiöse Institutionen, erläuterte die baulichen Details: Das zweistöckige Gebäude verfügt über eine Gesamtfläche von 3700 Quadratmetern, wobei das Erdgeschoss 2500 Quadratmeter und das Obergeschoss 1200 Quadratmeter umfasst. Die Arbeiten begannen Ende Dezember 2025 unter Einhaltung hoher technischer Standards und mit direkter Unterstützung durch die Bewohner von Hama. Das Gebäude ist laut al-Schibli vollständig für die Aufnahme von bis zu 2000 Studierenden gerüstet.
Der Präsident der Universität Hama, Dr. Abd al-Karim Qalb al-Lauz, gab bekannt, dass der Lehrbetrieb im laufenden Studienjahr mit einer ersten Gruppe von 300 bis 400 Studierenden aufgenommen werde. Die Kapazität soll in den kommenden Jahren schrittweise erhöht werden.
Das Projekt steht im Kontext der Kampagne „Fida li-Hama“, die am 22. November gestartet wurde. Bisher konnten im Rahmen dieser Initiative mehr als 120 Dienstleistungsprojekte in kritischen Sektoren wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Elektrizität und Schulen umgesetzt werden. Die Fakultät für Scharia bildet dabei das erste große Projekt der Kampagne im Bereich der Hochschulbildung.
Quelle: Syria Focus auf Arabisch
