Syrien und UN beraten über verstärkte Koordination bei der Minenräumung

Der Direktor der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im syrischen Außen- und Expatriatenministerium, Qutaiba Qadish, führte am Sonntag ein Treffen mit Kazumi Ogawa, der Direktorin des UN-Dienstes für Minenräumung (UNMAS), durch. Ziel des Gesprächs war es, die gemeinsame Koordination beider Seiten zu intensivieren.
Im Mittelpunkt der Beratungen stand die zentrale Rolle, die die UN-Einrichtung bei der Minenräumung in Syrien spielt. Dabei wurde die Bedeutung einer verbesserten Abstimmung zwischen den beteiligten Parteien hervorgehoben. Die syrische Seite unterstrich, dass die syrische Regierung den primären Rahmen für die Leitung und Organisation sämtlicher Minenräumungsmaßnahmen im Land bilde, um die Souveränität des Staates zu wahren und die Feldeinsätze effizient zu koordinieren.
Darüber hinaus erörterten beide Seiten Möglichkeiten zur Stärkung der Kapazitäten nationaler Institutionen in diesem Bereich. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Austausch praktischer Erfahrungen zur Unterstützung lokaler Bemühungen, wobei insbesondere die Rolle des Nationalen Zentrums für Minenräumung als zuständige zentrale nationale Stelle hervorgehoben wurde.
Das Treffen findet in einer Phase statt, in der die syrischen Behörden ihre Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und humanitären Einrichtungen weiter ausbauen, um die Einhaltung nationaler Standards bei Minenräumungsarbeiten sicherzustellen. Bereits zuvor hatte Qadish am selben Tag die Exekutivdirektorin der kanadischen Organisation „Human Concern International“ (HCI) und deren Delegation empfangen. Dabei wurden Wege der Zusammenarbeit in verschiedenen humanitären und entwicklungspolitischen Sektoren geprüft, um den aktuellen Bedürfnissen im Land besser begegnen zu können.
Quelle: Syria Focus auf Arabisch
