SYNC’26-Konferenz in Damaskus beleuchtet digitale Transformation

In der Oper von Damaskus ging am Samstag die Fachkonferenz „SYNC’26“ für Technologie und Unternehmertum zu Ende. Die Veranstaltung wurde von der Organisation „SYNC“ in Koordination mit dem Ministerium für Kommunikation und Technologie ausgerichtet. Der zweite Konferenztag umfasste eine Reihe von Diskussionsrunden und Fachvorträgen, bei denen Künstliche Intelligenz, digitale Transformation sowie der Aufbau menschlicher Kapazitäten im IT-Sektor im Mittelpunkt standen.
Die Konferenz verzeichnete eine breite Teilnahme von Experten, Fachleuten und Unternehmern aus dem In- und Ausland, darunter Vertreter von Technologieunternehmen aus Deutschland, Kanada und den Golfstaaten. Zu den Schwerpunktthemen der Sitzungen gehörten der Aufbau digitaler Zahlungssysteme, die Neustrukturierung des Humankapitals sowie die Rolle moderner Technologien bei der Entwicklung des syrischen Geschäftsumfelds.
Khaled al-Homsi, Generaldirektor der Regulierungsbehörde für Kommunikation und Post, betonte, dass die rege Teilnahme am Konferenzgeschehen das wachsende Interesse am Technologiesektor in Syrien widerspiegele. Diese Veranstaltungen böten eine notwendige Plattform für den Wissensaustausch zwischen syrischen Fachkräften im Inland und im Ausland. Al-Homsi erklärte, die Konferenz habe einen vielfältigen technischen Rahmen geschaffen, der Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammenbringe. Dabei hob er besonders das freiwillige Engagement der Teilnehmer hervor, welches dazu beitrage, die technologische Entwicklung des Landes voranzutreiben.
Antoun al-Najjar, Mitglied des Exekutivkomitees der Organisation „SYNC“, erläuterte, dass das Ziel der Initiative darin bestehe, die syrische Jugend zu stärken und durch strategische Partnerschaften mit Universitäten, akademischen Einrichtungen und führenden Unternehmen in den digitalen Arbeitsmarkt zu integrieren. Auf diese Weise sollen Empfehlungen erarbeitet werden, die zur Nachhaltigkeit unternehmerischer Projekte beitragen.
Am Rande des Abschlusstages unterzeichneten die Unternehmen „Syriatel“ und „Yalla Go“ eine Absichtserklärung zur Stärkung der Zusammenarbeit in den Bereichen E-Payment und Personenbeförderungsdienste. Yasser Qahf, CEO von Syriatel, betonte, dass diese Vereinbarung den Erfahrungsaustausch fördere und die digitale wirtschaftliche Entwicklung unterstütze. Khaled Mustafa, Gründer und CEO von Yalla Go, bezeichnete die Konferenz als wichtige Gelegenheit, syrische Talente kennenzulernen und Möglichkeiten der technischen Kooperation zu sondieren.
An der Konferenz nahmen nach Angaben der Veranstalter über 2000 Entwickler, Ingenieure und Studierende teil. Dies unterstreicht die Bedeutung solcher Foren für die Vernetzung von Talenten mit der Wirtschaft sowie für die Ausbildung spezialisierter Fachkräfte, die als Grundpfeiler für die Wettbewerbsfähigkeit der syrischen Wirtschaft und den Ausbau der digitalen Infrastruktur gelten.
Quelle: Syria Focus auf Arabisch
