Syrisch-türkische Zusammenarbeit bei Sozial- und Kinderfürsorge

Syrisch-türkische Zusammenarbeit bei Sozial- und Kinderfürsorge

Die syrische Ministerin für soziale Angelegenheiten und Arbeit, Hind Kabawat, und die türkische Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, haben im Rahmen der Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in sozialen und humanitären Fragen eine gemeinsame Besichtigungstour in Damaskus und dessen Umland durchgeführt. Begleitet wurden die Ministerinnen dabei vom türkischen Botschafter in Syrien, Nuh Yılmaz.

Im Mittelpunkt der Reise stand unter anderem der Besuch des Komplexes „Lahn al-Hayat“ in der Ortschaft Qudsaya in der Provinz Rif Dimashq. Dort informierten sich die Ministerinnen über das umfassende Betreuungs- und Rehabilitationssystem für Kinder und erörterten Möglichkeiten zur Schaffung eines sicheren und unterstützenden Umfelds. Im Rahmen dieses Besuchs wurden sieben syrische Kinder, die zuvor in türkischen Betreuungseinrichtungen untergebracht waren, in die Obhut des Komplexes übergeben.

Des Weiteren besuchte die Delegation die Umayyaden-Moschee in der Altstadt von Damaskus, wo sie von Religionsminister Mohammed Abdul-Sattar al-Sayyed empfangen wurde. Dieser betonte die Bedeutung derartiger Besuche für die Eröffnung neuer Wege der Zusammenarbeit zum Wohle beider Länder sowie der arabischen und islamischen Bevölkerung. Das Programm umfasste zudem Besichtigungen historischer und religiöser Stätten, darunter die Grabmäler von Saladin und Sultan Baibars, das Heiligtum der Sayyida Ruqayya, das Pauluskloster sowie eine Tour durch die historischen Märkte von Damaskus.

In einer Medienmitteilung unterstrich Ministerin Kabawat, dass der Besuch ein positives Signal für die Partnerschaft beider Länder setze. Sie lobte die Bemühungen der Türkei bei der Aufnahme von Syrern während der Krisenjahre. Zudem verwies sie auf das im vergangenen April in Antalya unterzeichnete Memorandum of Understanding mit einer Laufzeit von drei Jahren, das einen praktischen Rahmen für die Entwicklung gemeinsamer Projekte in den Bereichen Familie, Frauen und Kinder darstelle.

Die türkische Ministerin Mahinur Özdemir Göktaş bekräftigte das Interesse ihres Landes am Erfahrungsaustausch mit der syrischen Seite. Dies betreffe insbesondere die Unterstützung von Familien, die berufliche Förderung von Frauen, die Altenpflege sowie die soziale Integration von Menschen mit Behinderungen. Sie betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen, um eine bessere Zukunft für Kinder zu sichern. Das Memorandum zielt darauf ab, Informationen und Erfahrungen in der sozialen Dienstleistung für verschiedene Bevölkerungsgruppen auszutauschen, um deren Teilhabe am sozialen Leben zu fördern und die Effizienz der beteiligten Institutionen in beiden Ländern zu steigern.

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